Alternativen zum CB-Funk?

Alternativen zum CB-Funk?

Wer in den 70er und 80er Jahren lizenzfrei drahtlos kommunizieren wollte, und nicht 2 - X 000 Mark für einen "C-Netz-Koffer" (so sahen die ersten "Mobiltelefone" aus - von einem "Handy" konnte noch keine Rede sein...) ausgeben wollte, kam am CB-Funk nicht vorbei, denn - es gab schlicht und ergreifend keine Alternativen.

Das ist heute anders. Es gibt heute eine Fülle von Funkdiensten, die alle völlig anmelde- und gebührenfrei genutzt werden können, teilweise auch im Ausland.

Für den Anwender, der nur kurze Distanzen überbrücken will (z.B. zur Kommunikation zwischen hintereinander fahrenden Autos oder Motorrädern), sind die sogenannten PMR-Geräte am verbreitetsten. Im 446 MHz-Bereich stehen 8 nutzbare Kanäle zur Verfügung. Die Geräte sind preiswert in der Anschaffung, einfach in der Bedienung, und dürfen auch in vielen anderen Ländern genutzt werden. Allerdings dürfen an die Geräte keine anderen als die eingebauten Antennen angeschlossen werden. Als Reichweiten werden meist pauschal ca. 5 km angegeben, allerdings ist die Reichweite in der Realität  - wie bei allen Funkdiensten - immer abhängig von der Umgebungssituation. Im tiefen Loch von Hochhausschluchten, werden 5 km kaum überbrückbar sein, hier sollte man sich auf reale Reichweiten von maximal 0,5 - 1 km einstellen. Von freiem Berg zu freiem Berg wurden vom Verfasser jedoch auch schon ca. 20 km überbrückt. Von den "Super-Billig-Angeboten", die beim Discounter um die Ecke für 29,90 Euro in der Schütte liegen, sollte man jedoch die Finger lassen - diese Geräte taugen bestenfalls als Wurfgeschoss, um die Reichweite zu testen. Bei diesen Geräten ist es unabhängig, was man in sie hineinspricht - beim Empfänger kommt in jedem Fall "Waaawaaawaaah..." an.... - stattdessen sind die paar Euro mehr für ein Gerät eines namhaften Herstellers, der auch in anderen Funkdiensten wie CB-Funk aktiv ist, gut investiert.

Es gibt Kombigeräte, die neben dem PMR-Bereich auch den Bereich der sog. SRD-Anwendungen ("Short Range Devices = Kurzstreckengeräte") auf 433 MHz, früher auch als LPD (Low Power Devices = Geringe Sendeleistung) bezeichnet, abdecken. Im SRD-Bereich stehen 69 Nutzkanäle zur Verfügung. Allerdings ist die Nutzung zur Sprachkommunikation nach jetzigem Sachstand nur noch bis Ende 2013 zugelassen, weshalb der Verfasser hier nicht näher auf diesen Funkdienst eingeht.

Daneben gibt es im 149 MHz-Bereich auch noch das sog. "Freenet", nicht zu verwechseln mit einem gleichnamigen Mobilfunkbetreiber. Hier gibt es 6 zugelassene Kanäle, die angegebene Reichweite liegt bei 0,5 bis ca. 1 km. Allerdings dürfen diese Geräte nicht im Ausland betrieben werden!

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