Ich hab ein Autoradio - warum also CB-Funk im Auto?

Das CB-Gerät ist der wertvollste Begleiter des Autofahrers! Denn nur auf CB-Funk erhält man wirklich aktuelle Verkehrsmeldungen! Verkehrsinformationen der Rundfunkanstalten sind, wenn sie "über den Sender gehen", zu 95 % bereits veraltet - dies liegt am langen Weg, den sie hinter sich haben:

1. Die Verkehrsbehinderung wird erkannt - durch eine Polizeistreife, Staumelder, etc.  Bis zur Weitergabe vergehen Minuten.

2. Kommt die Info von der Autobahnpolizei, liegt sie dort erst weitere Minuten (oft 30 oder mehr Minuten), bis sie an die Rundfunkanstalten weitergegeben wird. Kommt die Info von einem Staumelder, wird die Rundfunkanstalt erst bei der zuständigen Polizeidienststelle rückfragen - weitere Minuten vergehen.

3. Die Meldung wird redaktionell aufbereitet, erst jetzt wird sie zur nächst erreichbaren Verkehrsübersicht (meist zur vollen halben Stunde) ins Studio gegeben.

4. Fazit: Vom Entstehen einer Verkehrsbeeinträchtigung bis zu deren Ausstrahlung, kann bis zu einer Stunde vergehen! In dieser Zeit hat sich die Situation vor Ort längst verändert - ein gemeldeter Stau ist länger, ganz wo anders, oder hat sich inzwischen sogar wieder aufgelöst.

Nicht so mit CB-Funk! Denn auf dem jeweiligen LKW-Kanal (in Deutschland Kanal 9 AM) gibt es die Verkehrsmeldungen sofort, direkt von der Straße!

Einen weiteren Vorteil bietet der CB-Funk, wenn man kein oder nur ein ungenaues Navigationsgerät hat. Oft genug zeigt das Kartenmaterial von Navigationsgeräten nur einen einheitlichen Brei, wo kleinere Nebenstraßen sind, oder Neubaugebiete sind noch nicht aktualisiert. In diesem Moment verwandelt sich das Navi in eine wertlose Windschutzscheibentrophähe.

Nicht so das CB-Funkgerät! Ortskundige Funker helfen auf Nachfrage sicher gern mit einer Wegauskunft weiter!

Was ist beim Einbau eines CB-Gerätes ins Auto zu beachten?

Zu aller erst sei empfohlen, auf ein CE-Zeichen bzw. eine "E-Kennzeichnung" zu achten. Geräte ohne diese Kennzeichnungen dürfen in modernen Fahrzeugen nicht verbaut werden, um die empfindliche "Bordelektronik" nicht zu beeinflussen. Ältere Fahrzeuge, mit entsprechend wenig Elektronik und stattdessen "rustikaler" Technik/Mechanik, sind hier weniger betroffen.

Natürlich darf das CB-Gerät nicht die Sicht des Fahrers beeinträchtigen., außerdem sollte es so befestigt sein, daß es im Falle eines Unfalls nicht zum "Geschoss" oder zu einer anderen Gefahr für die Insassen wird. Auch der Wirkungsbereich des/der Airbags darf nicht beeinträchtigt werden.

Direkte Sonneneinstrahlung  schadet einem Funkgerät; durch sein meist schwarzes Gehäuse, heizt sich in diesem Fall das Innere des Gerätes noch zusätzlich extrem auf, was den "Innereien" schaden kann. Das eingebaute Gerät sollte einerseits keinen der Insassen behindern, sollte aber andererseits sowohl vom Fahrer wie vom Beifahrer bequem bedient werden können. Meist ist eine Montage im Beifahrer-Fußraum am sinnvollsten.

- Einbaubeispiel -

 

... und CB-Funk im Urlaub? - Auch kein Problem!

In früheren Zeiten, stellte die Mitnahme eines CB-Gerätes in andere Länder oft ein Problem dar - die Länder hatten eigene CB-Funk-Normen, so daß die Mitnahme eines Gerätes oft nicht zugelassen war. Diese Zeiten sind jedoch lange vorbei. Schon in den 80er Jahren wurde auf europäischer Ebene eine gemeinsame, sogenannte CEPT-Norm (CEPT = Konferenz der Europ. Fernmeldeverwaltungen) beschlossen - diese Norm enthält europaweit gültige Parameter (40 Kanäle FM, mit 4 Watt Leistung), die entsprechenden Geräte können in andere CEPT-Länder problemlos mitgenommen und dort betrieben werden.

Die neueste Entwicklung, die das Mitnehmen des CB-Gerätes in den Urlaub noch unproblematischer macht, sind sogenannte "Multinorm-Geräte", diese können - meist durch einfache Tastenkombination - einfach auf die jeweilige Landesnorm umgeschaltet werden. Diesen Geräten liegt meist eine EU-Konformitätserklärung bei, mit der der Hersteller bescheinigt, daß das Gerät den einzelnen Ländernormen entspricht. Diese Erklärung sollte man stets mitführen. Sollte bei einem Gerät keine solche Erklärung dabei sein, bieten manche Hersteller diese auch auf ihren Homepages zum Download an.

In Italien und Spanien, ist dine Nutzung von CB-Funk auf den Europäischen "CEPT"-Kanälen (FM / AM je 4 Watt, SSB 12 Watt) für Urlauber frei.

Die Fernmeldeverwaltung Österreichs gestattet derzeit nur den Betrieb auf den 40 "CEPT"-Kanälen, in den Modulationsarten FM und AM mit je 4 Watt, sowie SSB mit 12 Watt

Tschechien, hat die "deutschen Normen" übernommen, d.h. es sind dort, wie in Deutschland die Kanäle 1 - 80 auf FM mit 4 Watt erlaubt, zusätzlich die Kanäle 1 - 40 in AM mit 4 Watt sowie in SSB mit 12 Watt, die EIRP-Leistung bei "ortsfesten Antennen" ist jedoch - wie auch in Deutschland - begrenzt.

Die Niederlande gestatten die Nutzung von CB-Funk auf den "CEPT"-Kanälen, auf FM, AM und - Achtung! - auch auf SSB mit je 4 Watt.

In der Scheiz gilt ebenfalls die Regelung: 40 CEPT-Kanäle, FM / AM 4 Watt, SSB 12 Watt.

Diese kleine Auswahl, erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit noch garantiert sie ihre Richtigkeit, Rechtslagen in den einzelnen Ländern können sich jederzeit ändern.

Im Zweifelsfalle, hilft eine Rückfrage z.B. bei der Bundesnetzagentur, beim Automobilclub oder auch bei der Vertretung des anvisierten Urlaubslandes. Die oft gegebene Empfehlung einfach mutig drauf los zu fahren und darauf zu hoffen, daß die Polizisten am Urlaubsort "zu blöd sind, ein deutsches CB-Gerät zu erkennen" oder "einem zahlenden Touristen nichts anhängen", kann natürlich funktionieren, muß aber absolut nicht. Deshalb kann sie hier nicht ruhigen Gewissens gegeben werden.

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