... und was brauche ich überhaupt?

... und was brauche ich überhaupt?

Zunächst mal: Natürlich das Funkgerät. Die verschiedenen Optionen wurden bereits behandelt. Man sollte sich überlegen: Was will ich mit der "Funke"  (hauptsächlich) machen? Will ich das Gerät nur zu hause betreiben - dann kann man eine komfortable Heimstation wählen - allerdings gibt es derzeit nur wenige Geräte auf dem Markt. Auch preislich liegen Heimstationen über Mobilgeräten. Mobilgeräte an einem Netzteil bieten oft die selben Austtattungen, wenn auch kompakter verbaut. Viele Funker nutzen daher Mobilgeräte als Heimstation. Neuere Heimstationen lassen sich je nach Typ neben 220 V auch mit 12 V Gleichstrom betreiben, können sogesehen also auch im Fahrzeug, z.B. im Wohnmobil, benutzt werden. Ältere Geräte bieten diese Möglichkeit meistens nicht. Will man das Gerät nur sporadisch für kurze Gespräche nutzen, kann man auch auf ein Handfunkgerät zurückgreifen - hier bieten sich verschiedene Adapter an, über die ein Handgerät auch mittels 12 V, also z.B. über ein Netzteil, gespeist werden können, und externe Antennen können angeschlossen werden.

Womit wir gleich beim nächsten Punkt wären: Der Antenne. Die Wahl der richtigen Antenne ist abhängig von den Gegebenheiten - an ein einfaches Fensterbrett läßt sich natürlich keine 5,50 m-Hochantenne tackern. Für die Montage am Fensterbrett oder am Balkon gibt es spezielle Balkonantennen (z.B. die sog. "Boomerang"-Antenne, die gibts in verschiedenen Längen). Auch eine Mobilantenne läßt sich mit etwas Bastelei an ein Fensterbrett bringen - allerdings kann man dann in puncto Reichweiten natürlich nicht so viel erwarten wie mit einer richtigen Hochantenne. Grundvoraussetzung für jede Antennenmontage ist auch das Einverständnis des Hauseigentümers bzw. der Hausverwaltung. Hier treten leider oft Probleme auf - Hausverwaltungen vertreten oft die Ansicht, eine dünne, kaum sichtbare Funkantenne "verschandle die Fassade" (an der im übrigen seit Jahren -zig versiffte Sat-Schüsseln vor sich hin gammeln, die aber scheinbar die Fassade nicht verschandeln... - kann mir diese Logik bitte mal jemand erklären??).

Natürlich müssen wir unser Funksignal auch von der "Funke" zur Antenne transportieren - was brauchen wir also noch? Richtig: Ein Antennenkabel. Dieses sogenannte "Coaxialkabel" gibts - in kurzen Stücken für Meßgeräte fertig konfektioniert - für die Antenne als Meterware, in zwei verschiedenen "Dicken": Das dickere RG 213 ist von der Montage relativ starr und unflexibel, allerdings hat es weniger Leistungsverluste. Es empfiehlt sich für Kabellängen von mehr als 10 Meter. Für kürzere Strecken kann auch das dünnere RG 58 verwendet werden - trotzz seiner größeren Leistungsverluste (im Vergleich zum "dicken Kabel"), ist es viel flexibler und daher meist auch leichter zu verlegen. Eine weitere, ein klein wenig teurere Alternative, sind die sogenannten Aircell-Kabel, die eine gewisse Flexibilität mit geringen Leitungsverlusten vereinen. Generell ist zu sagen: Wir brauchen spezielles Funk-Antennenkabel mit 50 Ohm Widerstand. Fernseh-Antennenkabel (mit 75 Ohm) ist nicht geeignet! Natürlich können wir das Antennenkabel nicht einfach nur in die entsprechenden Buchsen an Antenne und Funkgerät "irgendwie reinfriemeln" (obwohl, besondere "Spezialisten" schaffen sogar das) - wir benötigen auch sogenannte PL-Stecker, die auf die Kabelenden gelötet werden (wie, wird an anderer Stelle hier im Forum erklärt), mit denen das Kabel in den Buchsen verschraubt wird. Wir benötigen minimum zwei PL-Stecker, der Verfasser empfiehlt dem Anfänger aber, lieber gleich drei oder vier zu nehmen - so kann man schlimmstenfalls auch mal einen davon "verratzen", ohne gleich wieder zum Händler zu müssen.

Das Equipment haben wir nun beisammen. An Werkzeug benötigen wir:

... ein paar Kombi- oder Radio-Zangen

... eine scharfe Klinge zum Abisolieren (wird an anderer Stelle genauer erklärt)

... einen Lötkolben und natürlich entsprechenden Lötzinn (Radiolot, solcher mit integriertem Flußmittel ist praktisch in der Anwendung)

... ein Multimeter mit Durchgangsprüfer, um unsere Arbeit nach "Vollendung" zu prüfen

... falls wir unser Kabel durch einen Fensterrahmen oder Mauerwerk legen wollen natürlich einen entsprechenden Bohrer.

Wie wir nun sauber arbeiten, erklört die nächste Seite.... (in Vorbereitung - noch Baustelle)

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